Panorama
Eigenschaften von Tomatenfrüchten

Rotes Paradies

Es gibt schwarze Strände, rote Erde und weiße Felsen – aber dieses Bild erscheint doch sehr exotisch. Das, was zu sehen ist, kommt ursprünglich aus Mittelamerika.

Eine Insel in einem Meer aus Rot und Orange. Nein, Sie sehen keine Science-Fiction-Landschaft von oben auf diesem Foto, sondern den Ansatz des Kelchs einer prallreifen Tomatenfrucht. Früher hieß das Nachtschattengewächs auch Paradiesapfel und trägt in Österreich daher immer noch den Namen Paradeiser. Ihr italienischer Name „pomodoro“ heißt übersetzt Goldapfel. Das beliebte Gemüse, botanisch eigentlich eine Beere, ist unter anderem eng verwandt mit der Kartoffel, der Aubergine und sogar mit dem Tabak. Lange vor der Eroberung durch die Spanier kultivierten mittel- und südamerikanische Hochkulturen wie die Maya oder Azteken diese Frucht bereits ab dem zweiten Jahrhundert nach Christus. Sie nannten sie „Xītomatl“, was soviel bedeutet wie Nabel des dicken Wassers und die spanischen Eroberer übernahmen das als „tomate“. Während die unreife Frucht das Gift Solanin enthält und nicht zum Verzehr geeignet ist, strotzen reife Tomaten vor gesundem Beta-Carotin, das neben dem ebenfalls sehr gesunden Antioxidans Lycopin auch die Farbe erzeugt und als krebsvorbeugend gilt. Kein Wunder, dass die Tomate weltweit den beliebtesten Gemüsesorten zählt, allein 2016 wurden laut FAO rund um den Globus über 177 Millionen Tonnen Tomaten geerntet.

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