Agrartrend
Im Fokus
Lutz

Tor zur Welt

Welche Logistik hinter weltweiten Getreidetransporten steckt, erläutert der BayWa Vorstandsvorsitzende Prof. Klaus Josef Lutz.

Die Nachfrage nach Getreide verschiebt sich immer mehr Richtung Asien. Auch der Nahe Osten und Afrika werden für uns als Handelspartner wichtiger. Um auf den stetigen Wandel reagieren zu können, braucht es einen direkten Zugang zu den wichtigsten Beschaffungsmärkten, Handelsplätzen und Frachtwegen.

Mit dem Kauf der Cefetera BV und der BayWa Agrarhandel GmbH – ehemals Bohnhorst – haben wir eine Logistikinfrastruktur geschaffen, die uns den globalen Zugriff auf Agrarrohstoffe ermöglicht. Cefetera arbeitet weltweit mit mehr als 1.500 Lieferanten zusammen. Die Agrarhandel GmbH öffnet uns den Weg nach Osteuropa: Über die Donau und den Mittellandkanal als eine der wichtigsten deutschen Wasserstraßen haben wir den Zugang zur Ostsee.

Sie ist der Schlüssel, um die wachsenden Warenströme auf den Weltmärkten schnell und effizient zu bewegen. Flexible Logistiksysteme ermöglichen es, auf Veränderungen im internationalen Getreidehandel rechtzeitig zu reagieren und Transportrouten individuell den besten Absatzbedingungen anzupassen. Eine besondere Rolle spielt dabei der Zugang zu den Tiefseehäfen: Sie sind das Tor zu den Weltmeeren. Inzwischen können wir Getreide über 17 Binnen- und 18 Tiefseehäfen in die ganze Welt transportieren.

Bisher ist für Großschiffe nur eine Teilbeladung im Hafen möglich. Ab 2017 könnten dank des Ausbaus erstmals auch Schiffe der Panamax-Klasse bis 80.000 Tonnen vollständig in Mukran abgefertigt werden. Zeitgleich möchten wir die Bahnanbindung und Lagerkapazität des Hafens erweitern. Durch die Verbindung von Bahnlogistik und Tiefseeschifffahrt würde Mukran in Zukunft rasant an Bedeutung gewinnen. Im internationalen Agrarhandel würden wir so die Exportchancen für Getreide aus den Anbauregionen in Deutschland, Polen und Tschechien für unsere Zielmärkte auch außerhalb Europas steigern.

Wir wollen unsere internationale Position im Getreidehandel weiter ausbauen. Mit der Übernahme von Wessex Grain stärken wir die Beziehung zu den Landwirten im Süden und Südwesten Englands, die das Vorhaben als Anteilseigner mehrheitlich unterstützen. Von der Kooperation profitieren wiederum unsere Abnehmer aus der Lebensmittelwirtschaft und dem Futtermittelsektor – sowohl in Großbritannien als auch in den Benelux-Staaten, Spanien und Irland. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

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Seit Juli 2008 steht Prof. Klaus Josef Lutz als Vorstandsvorsitzender der BayWa AG vor. Mehr zur Person gibt es im Bereich "Konzern" unter www.baywa.com.

© Andreas Heddergott

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